Über das Innenleben des Menschen

Nach der zwangsbedingten Corona-Pause startet das Kunsthaus Rust nun wieder durch. Begonnen wird mit einer Ausstellung des Malers und Bildhauers Peter Mai, in der das Innenleben des Menschen im Mittelpunkt steht.

Vor 13 Jahren hat die gebürtige Deutsche Catherine Sica in Rust ein neues Zuhause gefunden. Mit viel Liebe hat die Künstlerin und Designerin ein altes Winzerhaus umgestaltet und für Kunstinteressierte geöffnet. Im Kunsthaus Rust haben bereits viele renommierte Künstlerinnen und Künstler ausgestellt. Die Arbeiten von Peter Mai sind bis Ende des Sommers in der Galerie von Catherine Sica ausgestellt.

Catherine Sica und Peter Mai

Catherine Sica und Peter Mai verbindet eine 30-jährige Künstlerfreundschaft. Der Freundschaft ist es auch zu verdanken, dass der Maler und Bildhauer derzeit im Kunsthaus Rust ausstellt. Peter Mai stammt ursprünglich aus Deutschland und war viele Jahre berufsbedingt im Grafikbereich in allen Erdteilen unterwegs. Vor 20 Jahren hat er Österreich zu seiner Wahlheimat erkoren. „Ich habe mich unsterblich in dieses Land verliebt, vor allem in Wien.
Österreich und Wien inspirieren mich. Wien lässt mich in Ruhe arbeiten“, so Peter Mai.

„Ich will nicht berühren, sondern nachdenklich machen“

Peter Mai beschäftigt sich in seinen Bildern und Skulpturen mit dem Innenleben des Menschen – seiner Anmut, seiner Verletzlichkeit, seiner Schönheit und seiner Würde. Für das Kunsthaus Rust hat er eine ganz eigene Bilderserie komponiert. Er nennt sie „Vergessene Seelen“. „Wenn das Leben zu dunkel und trocken wird, oder kaum Aussichten darauf bestehen, glücklicher zu sein, dann sollte man sich an Gefühle erinnern, die Kinder haben, wenn sie sich an Kleinigkeiten erfreuen“, so Mai.

Peter Mai bei der Arbeit

Die Arbeiten sind von Sinnlichkeit geprägt. Manche empfinden sie als erotisch, Peter Mai hingegen als sinnlich. „Erotik berührt. Ich will nicht berühren, sondern nachdenklich machen. Sinnlichkeit ist unschuldig“, so Mai. Dass Peter Mai Künstler wird, war ihm schon sehr früh klar. Nach einem schweren Unfall als Kleinkind war er bis zu seinem 7. Lebensjahr an den Rollstuhl gefesselt. „Ich konnte meine rechte Körperhälfte bewegen, meine Mutter hat mir dann das Zeichnen beigebracht. Ich habe sehr früh gemerkt, dass ich mit Zeichnen bei Kindern punkten kann. Das war für mich wie ein Anker“, so Mai.

(Sendungshinweis: „Burgenland heute“, 01.06.2020)

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